Rien ne va pluas! Güldener Finanzkrisenrave in Tübingen

Am 13.Dezember 2008 fand ganz überraschend ein Rave zur Finanzkrise statt.
Da trotz der Krise immer noch Raum in Banken zur Verfügung steht und die Stimmung keinesfalls getrübt werden kann, bildete sich um 22h plötzlich eine Traube von ca. 67 Ravern in der Sparkasse am zentralen Lustnauer Tor; Boris und Karl waren auch dabei.

Da es den Rahmen sprengen würde, alle Stops hier aufzuzählen, seien wenigstens einige hier genannt: Zahlreiche Unterführungen, Plätze, Banken, Kneipen (in die man auch in Zukunft mal gehen kann – einfach so), Dächer, Treppen, Schlösser und Parkhäuser wurden zur Tanzfläche.

Als ob`s die Krise nicht geben würde.

Musik und Glühwein fiel vom Himmel. Perücken auch (siehe Bilder) und unter den Rufen „Monopoly!“ fielen Geldscheine den Flammen zum Opfer.

Noch Jahre später wird man vom Finanzkrisenrave 2008 reden, der einschlug wie eine Bombe.

Schauts die Bilder on.

Für mehr buntes Treiben in den Gassen und Banken!
Und wo treffen wir uns morgen?

Bild: 

?

unmoderated

bilder?
und who the fuck is karl?

unmoderated

Warum haben sich denn 67 Ravende in der Sparkasse getroffen und sind durch Tübingen getanzt? Warum wurde "Monopoly" gerufen und warum wurden Geldscheine verbrannt? Was soll der Gegenstand der Kritik sein, der im "Finanzkrisenrave" seinen Ausdruck fand? Darüber ist im verfassten Artikel nichts herauszulesen, die Beschreibungen der "Rave-aktion" helfen da auch nicht weiter.

Mich interessiert nicht, wer dabei war und ich muss auch keine Bilder zu sehen bekommen. Aber ohne eine Darstellung der inhaltlichen Kritik des "Finanzkrisenrave" bleibt das Ganze (positiv formuliert) oberflächlich und nichtssagend.

"Buntes Treiben" an sich hat keine Qualität und ich weiss nicht, ob ich da sein möchte, wenn ihr euch morgen trefft.

unmoderated

Die Aktionsform i s t der Ausdruck des Inhalts. Ich freue mich über buntes Treiben, vor allem an öffentlichen Orten. Spass und Kritik schließen sich nicht aus. Ein Flashmob hat ein Thema, und jeder, der dabei ist, gestaltet mit. Das sind keine ideologischen Erziehungsmassnahmen, sondern Taten statt Worte. Die Beschreibung ist eine Beschreibung des Geschehens. Wenn du denkst, dass die Kapitalismuskritik neu ist, nee, die ist bekannt und braucht immer neue Gesichter, genauso wie sich der Kapitalismus immer neu zeigt. Und eine bessere Möglichkeit, als die Freiheit zu feiern und sich kollektiv Raum anzueignen... Kein Wort passt besser als RAVE

unmoderated

...etwas über die INHALTE des "Finanzkrisenrave" zu erfahren.

"Spass und Kritik schliessen sich nicht aus". Da hast du wohl recht, aber ich kann immer noch nicht erkennen, ob bei der "Kritik", die im "Finanzkrisenrave" durchscheint, der Spass für mich anfängt oder schon aufhört.

"Ein Flashmob hat ein Thema...". Das kann sicherlich eine schöne Organisationsform von sozialem Strassenprotest sein und ist auch "Ausdruck des Inhalts", aber eben nur in Bezug auf die Organisationsform. Dennoch vermittelt die Organisationsform selbst noch nicht, für was/gegen was ein Flashmob protestiert. Diese INHALTE und damit auch der Gegenstand der Kritik (für/gegen was? Und beim "Finanzkrisenrave" bestimmt sogar gegen wen?) wurden bisher nicht dargestellt.

"Taten statt Worte". Das verstehe ich jetzt mal als eine Aufwertung der Praxis gegenüber der Theorie, auch wenn es hier nach tendenziellem Aktionismus ("statt") klingt. Das Verhältnis Theorie/Praxis bzw. Denken/Handeln ist ein wechselseitiger Prozess, so dass wohl auch beim "Finanzkrisenrave" nicht nur eine Praxis stattfand (die wurde ja beschrieben), sondern auch im Vorfeld eine Theorie (Was ist zu kritisieren? Warum ist es zu kritisieren?) vorhanden war. Nochmal: dieser Gegenstand der Kritik fehlt vollständig und erschliesst sich auch nicht aus der Aktionsform!

"Kapitalismuskritik". Genau darum geht es wohl, aber wie sieht denn die Kapitalismuskritik des "Finanzkrisenrave" aus? Kapitalismuskritik gibt es aus verschiedenen politischen Richtungen und es wird nicht deutlich, wo sich die "Ravenden" positionieren. Die wenigen Hinweise, die es gibt (z.B. "Monopoly"-Rufe, Geld verbrennen), sind eher abschreckend und weisen eine Nähe zu einer stark verkürzten Kapitalismuskritik auf, die letztlich das Kapital (und über Personalisierung damit evtl. auch Menschen) in ein "wertschaffendes" und ein "wertraffendes" Kapital unterteilt. Vielleicht ist es auch gar nicht so, aber dass ist nur herauszufinden, wenn es INHALTE gibt.

Welches Gesicht der Kapitalismuskritik zeigt sich denn nun im "Finanzkrisenrave"?

unmoderated

also ich war nicht dabei aber ich glaube zu verstehen was die Autor_innen ausdrücken möchten es nur leider nicht so ganz geschafft haben:
Die Finanzkrise trifft normale Bürger_innen am stärksten durch Sozialabbau. Der Sozialabbau äussert sich in vielen verschiedenen Formen. Der Verlust von Freiräumen trifft die alternative Bewegung am ehesten. So will man mit solchen Raves deutlich machen, dass die vorgeschriebenen Plätze nicht ausreichen und das es immer noch genügend Luxuriöse Freiräume gibt( KSK am Lustnauer Tor) die gut verwendet werden können.
Die gesamte Kritik ist eher aus der ecke der Freiräume zu betrachten. Dies muss dann in einer gesammten analyse betrachtet werden zum verhältniss von Sozialabbau-verlust von Freiräumen-und Kapitalismus.
Ich hoffe es ist jetzt deutlicher.

RAVEN GEGEN DEUTSCHLAND!

unmoderated

...sind so Panne!

Die Tübinger Linke ist ein intolleranter Haufen von
Politik-Freaks.
Fahren dicke Autos und studieren vom Geld ihrer Eltern (die meisten jedenfalls).
Nennen sich links und sind gegenüber Anderstdenkenden derartig intollerant das sie alle als Nazis bezeichnen die eine etwas andere Meinung haben als sie selbst.
So weit links wie viele von dennen sind, merken sie nicht das sie das was sie kritisieren selbst praktizieren.
Und wenn sie dann ein abgeschlossenes Studium haben werden die meisten von Ihnen zu noch grösseren Egoisten als sie ohnehin (unter der Oberfläche) sind.

Was Anarchistisch ist (oder links) weiss ich auch nicht genau - aber die wo das oft so nach Außen hängen sind es in der Regel überhaupt nicht.

unmoderated

...und wenn der Briefträger, der den "Schellingstrassler und Co." die bestellten Luxusgüter bringen will sich beschwert, weil wieder mal ein "Schellingstrassler" seinen Rolls Royce vor dem Briefkasten parkt, dann stellen sich die ganzen "Schellingstrassler" schützend vor den Rolls Royce und beschimpfen den Briefträger als Nazi. Ja so einfach ist die Welt.

Aber wenn Du schon nicht weißt, was anarchistisch ist, dann erzähle uns doch lieber noch mehr lustige Geschichten von "Schellingstrassler und Co." und bitte noch etwas mehr pauschalisieren und das eine oder andere Vorurteil kann ja auch nicht schaden - irgendwas wahres steckt ja schließlich immer dahinter !

unmoderated

is ja der hammer was du alles über die 110 menschen in der schellingstrasse weisst! man könnte ja fast meinen du wurdest mal in einer WG nicht zur zwischenmiete genommen und musst nun ein bisschen deiner kränkung luft machen...

aber was das jetzt mit der berechtigten frage nach inhaltlicher kritik zu tun hat? da hab ich dann keine ahnung.

anarcho punx 4 life de luxe

unmoderated

geil, nur noch im porsche zum plenum !!!

unmoderated

Also ich war beim Rave dabei, hab ihn aber nicht vorbereitet. Ich fand und finde die Idee witzig und es hat Spaß gemacht. Ich wollte dort tanzen und trinken und keine Theorie und kein Kapitalismusverständnis entwickeln oder vorbringen.
Geldscheine verbrennen ist wirklich ziemlich uncool, da hast du recht, während des Raves hab ich nur mitbekommen, dass irgendwas verbrannt wurde, ich dachte das sei wegen der Kälte geschehen.

unmoderated

@ "ein letzter Versuch":

Wie schließt du von Geld-verbrennen auf eine verkürzte Kapitalismuskritik (oder warum ist Geld verbrennen eigentlich uncool)?

Geld zu verbrennen ist erstmal gar keine wirkliche Kritik am Kapitalismus, sondern eine symbolisch ausgedrückte, ablehnende Einstellung ... eben zum Geld. Warum das Geld eine schlechte Sache ist, wird dabei gerade nicht vermittelt. Dafür kann man den Rave schon kritisieren: Man würde ja meinen, dass eine politische Veranstaltung (falls der Rave überhaupt als solche geplant war), die sich gegen das Geld und an die Leute auf der Straße wendet, ihnen auch ein paar Gründe mitteilt, warum auch sie was gegen das Geld haben sollten - und nicht einfach nur persönliche Befindlichkeiten der Veranstalter in symbolischer Form darbietet.

Das gleiche gilt übrigens auch für eine Kritik, die sich dem Thema "Freiräume" widmet. Dass in dieser Gesellschaft alle möglichen Freiräume eingeschränkt sind, weiss doch eh schon jeder. Und dass es eigentlich genug Räume gäbe. Das muss man den Leuten nicht nocheinmal extra mitteilen. Dass die meisten sich diese Einschränkungen gefallen lassen, wird wohl daran liegen, dass sie irgendwelche Gründe dafür haben. Die sollte man rausfinden und kritisieren. Das wurde ja beim Rave nicht gemacht.

unmoderated

Welche Form der Aktion wäre deiner Meinung nach angemessen? Im Epplehaus Diskussionsabend machen?

unmoderated

@ Aktionsform:

Ja, von mir aus auch ein Diskussionsabend im Epple. Da käme vermutlich mehr inhaltliche Kritik rüber als beim stattgefundenen Rave. Der Nachteil ist natürlich, dass da außer den üblichen Verdächtigen sowieso keiner kommt.

Ich habe mich ja nicht dagegen ausgesprochen, polternd durch die Stadt zu laufen. Sondern dafür, dass wenn man schon die Leute auf sich aufmerksam macht, man doch bitte die Gelegenheit nutzen soll, ihnen dabei ein paar kritische Gedanken über diese Gesellschaft zu vermitteln. Und zwar nicht Gedanken der Sorte "Wir mögen Geld nicht". Stattdessen muss man auf das, was die Leute im Kopf haben, eingehen und ihnen zeigen, dass die guten Gründe, die sie für's Geld wissen, keine sind und dass sie sich selbst und anderen keinen Gefallen tun, wenn sie weiterhin diese Verhältnisse dulden und unterstützen.

Die Argumente kann man ja auf Flyer drauf schreiben oder auf Transpis, wenn sie denn drauf passen (tun sie in der Regel nicht) oder auch umherstehende Passanten ansprechen. Oder auch ein Theaterstück aufführen - solange der Inhalt gut rüberkommt, ist mir alles recht. Beim Geld-verbrennen passiert das halt nicht.

unmoderated

Ich war dabei - auch bei der praktisch kaum vorhandenen Vorbereitung.... Der einzige Plan war frei herumzuziehen, sich den Freiraum zu nehmen! Gegeben haben wir nur Musik und Glühwein, alles andere mussten die Tanzenden selber mitbringen.... Klar ist klar dass es zu wenig Freiräume gibt - aber wer stellt sich denn bitte spontan in mehrere Bankfilialen und lässt einfach Musik laufen? Mal abgesehen davon dass nicht nur Banken dass Ziel waren, sondern eine spontane Route abgetanzt wurde ohne dass vorher klar war wo alle letztendlich landen! Parkhaus, Unterführungen etc... Passiert viel zu selten, auch weil "einfach mal irgendwas tun", auch in der "freien" linken Szene verpönt ist, es muss immer alles Hand, Fuss und vor allem Kopf haben - einfach mal "Mensch" und "frei" sein is nicht drinne... Das inhaltliche Argument kann ich gut verstehen, finde es allerdings unangebracht, da vielleicht im Namen der Finanzkrise aufgerufen wurde, aber vielleicht war ja der wahre Grund eine unangemeldete Demonstration zur Verschärfung des Versammlungsgesetzes? Wer weiss...

unmoderated

@nehmen und geben:

Naaaah! Dann finde ich es aber eher unangebracht, dass obwohl der Rave, wie du sagst, gar nichts mit der Finanzkrise am Hut hat, er trotzdem unter diesem Namen angekündigt wird. Das ist doch nur verwirrend. Ist wie wenn ich zu "INPUT_#11_RELIGIONSKRITIK" gehen würde und dann geht's um Tupperware oder so :-(

Und die Klage über die unterdrückerische linke Szene verstehe ich auch nicht ganz. Wenn einer seinem Kind erzählt, es soll nicht bei rot über die Ampel gehen, damit Hand, Fuss und vor allem Kopf dran bleiben, dann sagste doch auch nicht: Da wird die Freiheit des Menschen beschränkt. Es liegt nunmal in der Natur der Sache, dass man nicht vor's Auto laufen sollte, wenn man nicht verletzt werden will. Oder dass politische Aktionen halt nicht immer Spaß, Spiel und Spannung, sondern oft auch Arbeit bedeuten. In der Stadt fröhlich rum zu tollen ist schön, aber warum ein Politikum draus machen?

unmoderated

"Geld zu verbrennen ist erstmal gar keine wirkliche Kritik am Kapitalismus, sondern eine symbolisch ausgedrückte, ablehnende Einstellung ... eben zum Geld".

Die Frage ist, warum im "Finanzkrisenrave" eine solche ablehnende Einstellung eben nur zum Geld durchscheint und nicht allgemeiner gesprochen: zur Ware. Diese Reduzierung und Fokussierung der "Kritik" auf das Geld (als nur einer bestimmten Erscheinungsform von Ware) rückt den Rave dadurch in eine gefährliche Nähe zu einer verkürzten Kapitalismuskritik.

Verkürzte Kapitalismuskritik gründet sich im Wesentlichen auf zwei Erklärungsmuster: Erstens wird der "böse" Kern des Kapitalismus allein im abstrakten Finanzkapital bzw. in der kapitalistischen Zirkulation ausgemacht, während Produktionsverhältnisse, konkrete Lohnarbeit und kapitalistische Warenproduktion unkritisiert bleiben (so z.B. in der Gegenüberstellung von „schaffendem” und „raffendem” Kapital oder im Gerede vom sogenannten "Heuschreckenkapitalismus"). Durch diese Unterscheidung wird die Einheit von Produktion und Zirkulation auseinander gerissen und der Kapitalismus auf die Zirkulationssphäre reduziert. Zweitens wird die abstrakte und komplexe Form des Herrschaftsverhältnisses, das der Kapitalismus als gesellschaftliche Vermittlung konstituiert, personalisiert und heruntergebrochen auf ein einfaches Gut-Böse-Schema von Unterdrückten "hier unten" und UnterdrückerInnen „da oben”. In der Kombination der beiden Erklärungsmuster wird die Verantwortung für die negativen Erscheinungen einer kapitalistischen Gesellschaftsform allein denjenigen Menschen zugeschrieben, die mit dem (Finanz-)Kapital identifiziert werden, und deren Prototyp „der/die SpekulantIn” ist.

Eine solche Sichtweise hat mit einer umfassenden emanzipatorischen Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse nichts mehr am Hut.

unmoderated

...wünsch euch noch viel Spass mit eurer Gehirnakrobatik!!!...und natürlich mit dieser ausserordentlich fesselnden und ungleich wichtigeren Diskussion, sowas MUSS natürlich geklärt werden - gar keine Frage - schön, dass es unterbeschäftigte Denker in unserer Gesellschaft gibt, die sich dafür Zeit nehmen :o)

unmoderated

Ja gell - diese unterbeschäftigten Scmarotzer, die sich mit nutzloser Gehirnakrobatik die Zeit vertrödeln, anstatt mal die Ärmel hoch zu krempeln und das Bruttosozialprodukt zu steigern. Und sowas findest du schön!? Ts ts ...

unmoderated

Denken = Gehirnakrobatik?

Würde mich interessieren, wie du als geistig dermaßen bodenständiger Mensch überhaupt durch den Tag kommst ;-)

Naja, immerhin scheinst du selbst unterbeschäftigt genug zu sein, um Zeit und Muße zu haben, einen vollkommen sinnlosen Beitrag zu der Diskussion beizusteuern.

unmoderated

Achtung bissige Linksintellektuelle!!!
...naja Hauptsache du bewertest deine Beiträge bzw. die ganze Diskussion als sinnvoll!

unmoderated

Hauptsache mal wieder jemanden als Deppen dargestellt, was?

Wenn du meinst, die Diskussion sei nicht sinnvoll, dann erklär doch warum. Hast du aber nicht getan, sondern dich stattdessen über die Leute hier lustig gemacht. Dann dachte ich halt, ich begebe mich mal auf dein Argumentationsniveau ... ... ... du Arschgeige ;-)

unmoderated

Nun ja,
explizit als "Deppen" habe ich meines Wissens Niemanden betitelt...Vulgärsprache scheint auch eher dein Niveau widerzuspiegeln...apropos Arschgeige...so möge es dir zum Guten gereichen, dass ich KittyCat nicht allzu Ernst nehme,
sonst müsste ich von ihr aufgrund der "Arschgeige" Genugtuung einfordern...adieu, kleines Kätzchen!
Rien ne va pluas!

unmoderated

Also alle, die die Darstellung der "verkürzten Kapitalismuskritik" als langweilig, unwichtig o.ä. einstufen, sei noch etwas ans Herz gelegt: die Darstellung war ein (nur leicht verändertes) Zitat aus der "Hamburger Erklärung gegen Antisemitismus (2004)". Seit mehreren Jahren ist die Problematik der verkürzten Kapitalismuskritik in verschiedenen linken Büchern, Artikeln, Zeitschriften etc. Thema und eigentlich kaum zu überlesen. Problematisch vor allem, weil diese Verkürzungen in enger Beziehung zu einem strukturellen Antisemitismus stehen (ich spare mir hier die Erläuterung; im Internet gibt es genügend Material dazu, z.B. auch bei "anarchopedia/wikipedia").

Und jetzt nicht gleich ausflippen, sich angegriffen fühlen, drauf los schimpfen.... Es gab/gibt nicht den Vorwurf des (strukturellen) Antisemitismus, dennoch erscheint der Aspekt des "Geld-Verbrennens" und der "Monopoly-Rufe" weiterhin problematisch, kritisierbar, nachfragenswert. Konkrete Antworten darauf gab es bisher eigentlich kaum bzw. gar nicht.

"Gehirnakrobatik" hilft manchmal gegen verknöchertes Denken. Gerade dann, wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse zum Tanzen gebracht werden sollen (gerne auch mit Rave-Musik), kann doch etwas Bewegung nicht schaden.

unmoderated

kritik kritik
einige traurige kommentare
kritik kritik

Wenn man mir einredet, es gibt ne Tupperwarenkrise, dann gibts bald n Tuperwarenrave. Wirste sehen!

Voll in der Krise heul so abhängig vom Geld heul und so abhängig vom Kapitalismus, dass sogar jede Kritik daran (in welcher Form auch immer) nicht genug anti-kapitalistisch is.
Schade.

Bei ner Diskussion im Epple kauft man sich erst ein Bier und dann aber los mit Kapitalismus abschaffen. Das ist jetzt ein Argument für symbol. Aktionen.
Ausserdem wurde "Taten" mit "blindem Aktionismus" gleichgesetzt, oioioi. Mir fehlen die Worte.

Nächstes Mal muss man erst ein Pamphlet veröffentlichen und wenn Herr Antikapitalist, unser Bestimmer aus dem Kader, einverstanden ist, müssen wir alle davon überzeugen und dann erst feiern. Wenn noch jemand Bock hat.
fühlt sich eng an...

unmoderated

Ich kann der Kritik-Kritik nur zustimmen! Eure Gehirn-Akrobatik beißt sich doch selbst in den Schwanz! Ihr führt Kapitalismuskritik überflüssigerweise so verkompliziert aus, dass ihr im Endeffekt zum Schluss kommt: Es lässt sich nichts machen, außer noch 300 Jahre Texte zu diskutieren, und dann kann der Kapitalismus fallen. Und alle, die konkret etwas tun sind schon halbe Nazis.

Dabei lässt sich viel gegen Kapitalismus tun, wenn auch nichts davon zur "Abschaffung" in eurem Sinne führt, aber eben doch zu alternativen Wirtschaftsweisen und einem besseren Leben. So wie ihr Kapitalismus definiert lässt er sich gar nicht emanzipatorisch abschaffen. schreib ich andermal ausführlich!

Den Finanzkrisenrave in die Antisemitismus-Ecke zu stellen finde ich absolut falsch! Nur weil sich Leute freuen, dass das Finanzsystem ins wanken gerät, welches nun mal mit der Warenwirtschaft verkoppelt ist, hat das nichts trennendes zwischen Finanzkapital und Warenkapital! Wenn das Geld wegbricht, gerät der Kapitalismus ins wanken, weil er eben ein Standbein im Finanzmarkt hat. Die entstehende Instabilität könnte uns ermöglichen die Macht zu stürzen und einen Systemwandel herbeizuführen. Warenkapitalismus geht nicht ohne Finanzkapitalismus und andersherum. Eine Warentauschgesellschaft hätte ohne Geld nicht Kapitalistisch werden können, weil die Komplexität nicht erreicht werden kann.

Ich fand die Aktion klasse! Eine Theorie ohne Aktion ist so wertlos wie eine Aktion ohne Theorie! Und die Instabilität durch die Finanzkrise ist Theorie genug, um die Krise zu feiern!!!

let actions speak!

unmoderated

ach ja, die reichsten deutschen haben durch die finanzkrise 30 Prozent von ihrem Besitz verloren!

unmoderated

Es gibt ne Tupperwarenkrise.
Glaub mir!

unmoderated

@ kritik kritik

Der Mensch, der sich um die verkürzte Kapitalismuskritk Sorgen macht, hat GEFRAGT, was für eine Botschaft der Rave eigentlich haben soll, was für eine Kritik an der Gesellschaft da eigentlich zum Ausdruck kommt. Damit er sich entscheiden kann, ob er das nächste Mal mitmacht oder nicht. Auf diese Frage wurde ihm bisher, soweit ich das sehen kann, nicht geantwortet. Stattdessen fallen Leuten wie dir nur Beschimpfungen und eine geheuchelte Empörung ein.

Mit dir hätte Genosse Stalin seine Freude gehabt. Du verklärst nämlich frei nach seinem Vorbild eine Diskussion über Ziele und Mittel von politischen Aktionen zu etwas, was sie nicht ist - einem Kampf zwischen Gut (linke Freigeister) und Böse (asoziale, herzlose Gehirnakrobaten) nämlich. Damit auch jeder weiß, dass die Bösen böse sind, wird ihnen sehr freigeistig eine rein böse Absicht unterstellt. Sie sind durch und durch Störenfriede und Despoten: wollen nur kritisieren, lehnen dafür selbst aber "jede (!) Kritik" am Kapitalismus ab und würden einem als finstere Kader am liebsten ganz die Erlaubnis zu Feiern entziehen (sogar übers Internet - wie perfide!). Und weil die Bösen so böse sind, braucht man sich mit dem Inhalt ihrer Äußerungen auch gar nicht näher zu befassen. Da fehlen dir stattdessen dermaßen die Worte, dass du Zuflucht beim Wahren und Schönen - der Kunst - findest und dem Feind ein Poesiestück, das diese ganze furchtbare Tyrannei thematisiert, ins Gesicht schmetterst.

Das Problem wäre jedoch auch viel leichter zu lösen gewesen. Wenn du die Kritik an deiner politischen Position so wenig vertragen kannst, dass sie dir gleich wie eine Gewalttat und persönliche Beleidigung vorkommt, wenn du eh kein Interesse daran hast, zusammen zu klären, wie man das kapitalistische System und das Elend, das es mit sich bringt, am besten los wird - na dann lies doch einfach die Kommentare nicht, die sich damit beschäftigen. Das war jetzt kein Befehl vom ZK, sondern ein Vorschlag, wie man dir und allen anderen viel nutzlose Aufregung ersparen könnte. Dann kannst du in Ruhe weiter feiern gehen und die Leute, die ein Interesse dran haben, kritisieren den Kapitalismus.

@ zustimmung

Es hat keiner was gegen alternative Wirtschaftsweisen oder ein besseres Leben gesagt. Nur hast du vergessen zu zeigen, inwiefern das eine oder das andere durch den Finanzkrisenrave erreicht wurde oder auch nur erreicht werden sollte. Wenn du das irgendwie überzeugend ausführen könntest, werde ich den Rave sofort und auch beim nächsten Mal unterstützen.

Und ich meine, du irrst dich auch, wenn du sagst, der Kapitalismus werde gerade erschüttert. Wenn das Geld wegbricht - was ja durch die Finanzkrise durchaus passieren könnte - dann werden ein Haufen Leute noch mehr verarmen, weil sie ihre Ersparnisse und ihre Jobs verlieren. Was sie aus ihrer neuen, miesen Lage für einen Schluss ziehen - ob sie den Gürtel enger schnallen und weitermachen, ob sie einen neuen Weltkrieg anfangen, ob sie Selbstmord begehen, ob sie zur Gott um ein besseres Leben beten oder ob sie diese Verhältnisse abschaffen - das ist überhaupt nicht sicher. Der Kapitalismus gerät nur dann ins Wanken, wenn seine Legitimation in den Köpfen der Menschen ins Wanken gerät, wenn genug Leute was anderes wollen. Und um das zu erreichen ist der Rave, glaube ich, kein besonders gutes Mittel gewesen.

unmoderated

Zitat: Der Kapitalismus gerät nur dann ins Wanken, wenn seine Legitimation in den Köpfen der Menschen ins Wanken gerät, wenn genug Leute was anderes wollen.

Du denkst also, dass wenn die Leute kein Geld mehr in der Tasche haben, der Kapitalismus dadurch für sie die Legitimation nicht verloren hat? Ich denke, dass die Leute alles mögliche in Frage stellen, wenn dermaßen ihre Grundlage weg ist, sicher auch die falschen Sachen!

Und wenn der Staat die Bullen nicht bezahlen kann, wer hält die Leute dann noch ab, sich zu nehmen was sie wollen?

Also da wird einiges zusammenstürzen! Und das der Kapitalist oder die Firma mit ihren Fabriken immer noch den Mehrwert abzweigen können, wenn sie ihre Arbeiter mit Erzeugnissen bezahlen... stimmt theoretisch schon, aber wenn es so weit ist, kann sich einiges ändern.

Natürlich muss das keine Änderung zum Guten hin sein: Der Staat wird versuchen irgendetwas als stabile Währung zu finden, sei es Gold oder Neudrucke, die Reichen werden sich mit Bewaffneten Securities verteidigen, die Armen werden sich mind. zum Teil gegenseitig berauben, die Nazis werden eine Steilvorlage bekommen zu sagen: seht ihr, ohne Führer gehts nicht. Im Endeffekt haben solche Krisen immer dann positiv genutzt werden können, wenn die linken und anarchistinnen schon gute Vorarbeit geleistet hatten: so in Spanien in den 30ern, als auch in Argentinien 2001 bei deren großer Finanzkrise, wo sich Stadtteilversammlungen bildeten und Selbstorganisation das Fehlen von Staat und Kapitalismus ersetzte!

unmoderated

"Du denkst also, dass wenn die Leute kein Geld mehr in der Tasche haben, der Kapitalismus dadurch für sie die Legitimation nicht verloren hat?"

Unter Umständen eben nicht! So wie ich den Durchschnittsbürger kenne, wird er sich, bevor aus ihm ein Kapitalismuskritiker wird, andere "Erklärungen" für sein Elend einfallen lassen: Viel zu gierige Manager, verantwortungslose Politiker, Ausländer und andere Schmarotzer und Störenfriede treiben sich im Volk um, die Chinesen konkurrieren "uns" nieder oder er selbst hat sich einfach zu wenig angestrengt - halt so wie sie sich ihre Armut jetzt schon erklären (lassen). Deswegen ist es nutzlos auf den großen Crash und die noch größere Verelendung zu setzen. Man befände sich da als Linker in genau der gleichen Situation wie auch jetzt schon. Damit die Leute aus ihrer Lage die richtigen Schlüsse ziehen, muss man halt ein bisschen nachhelfen. Das ist in den Beispielen, die du anführst, ja auch geschehen. Sonst wäre da auch nichts gelaufen.

"Und wenn der Staat die Bullen nicht bezahlen kann, wer hält die Leute dann noch ab, sich zu nehmen was sie wollen?"

Die Bürgerwehr. Wer will in diesem Land denn schon, dass IHM irgendwas genommen wird?

unmoderated

Ausgangspunkt der Kritik am Finanzkrisenrave war, dass während des Raves "Geld verbrannt" und dazu "Monopoly" gerufen wurde. Warum dies mir problematisch erschien (und immer noch erscheint), wurde in den Kommentaren zu verkürzter Kapitalismuskritik und zur Gefahr des strukturellem Antisemitismus dargestellt. Dabei habe ich (auch wegen der zu erwartenden emotionalen Aufgeladenheit des Themas) sehr vorsichtig argumentiert und zwar auf einer inhaltlich-sachlichen Ebene. Kein Mensch wurde hier als "Nazi" oder "AntisemitIn" bezeichnet, insofern ist es äußerst verwunderlich, dass sich einige als solche gebrandmarkt fühlen.

Dennoch schien diese Selbststilisierung als Opfer der "intoleranten" und "kaderförmigen" Linken eine bestimmte Funktion zu erfüllen: die geäußerte Kritik wurde (weitestgehend ohne inhaltlich darauf Bezug zu nehmen) abgewehrt, der Finanzkrisen-Rave wurde auf die unantastbare bzw. unkritisierbare Seite des "Wir sind die Guten" geschoben.

Auch sonst wurde kaum ein ernsthafter Versuch gemacht, sich mit der Kritik am Finanzkrisenrave (und seinen problematischen "symbolischen Aktionen") auseinanderzusetzen. Viel interessanter schien die spekulative, aggressiv-abwertende und vorurteilstrotzende Eingrenzung des Ursprungs der Kritik zu sein ("Schellingstrassler & Co", Diskutierende im Epple-Haus, "Herr Antikapitalist", "ihr"). Dazu tauchten in vielen Beiträgen Ressentiments auf ("Gehirnakrobatik", "stop talk talk nothing do"), die doch eine bedenkliche Theoriefeindlichkeit und eine Abneigung gegenüber dem Abstraktem (sei es eine "überflüssigerweise verkomplizierte" Theorie oder die abstrakte Dimension des Geldes als scheinbar alleiniger Ausdruck kapitalistisch-gesellschaftlicher Beziehungen) beinhalteten.

Demgegenüber stehen dann wohl jene "Rave-Bedürfnisse", bei denen endlich einmal "Hand, Fuss und vor allem Kopf" links liegen gelassen werden können, um "einfach mal irgendwas tun" zu können oder "einfach mal Mensch und frei sein" zu können. Dies klingt sehr abenteuerlich, wenn davon ausgegangen werden kann, dass Menschen sich in ihrer Persönlichkeit und in ihren Denk-, Sprach- und Handlungsfähigkeiten stets unter historischen Kulturbedingungen und in gesellschaftlich strukturierten Lebenswelten (z.B. einer kapitalistisch verfassten Gesellschaftsform) entwickeln. Kein Mensch kann sich wohl "einfach mal" von diesen Voraussetzungen "frei" machen und dennoch ist auch kein Mensch dadurch in seinem Denken, Handeln etc. auf ewig festgelegt. Für eine Veränderung/Emanzipation des eigenen Selbst bzw. der gesellschaftlichen Verhältnisse ist es jedoch erstmal notwendig, dass sich der Mensch gegenüber den ihn mit "selbstverständlicher Gültigkeit" umgebenden sozialen Regeln, Normen etc. distanziert und sie kritisch überprüft. Die dafür erforderlichen Kriterien dürfen dabei selbst nicht diesen "Selbstverständlichkeiten" entnommen sein, da ja gerade diese überprüft werden sollen. Diese Prozesse sind ohne theoretisch-abstraktes Denken (z.B. auch Lesen/Diskutieren; müssen ja nicht gleich "300 Jahre" sein, aber ein wenig "Gehirnakrobatik" ist eben unerlässlich) nicht vorstellbar, da ja sonst die Grenze des Alltagsbewusstseins gar nicht überschritten werden kann. Und klar sollte das theoretisch-abstrakte Denken auch in ein praktisch-konkretes Handeln umsetzbar sein. Das wurde auch in keinem kritischen Kommentar bezweifelt, aber "Taten statt Worte" (also weder "und" noch "sowohl als auch") klingt doch eben sehr einseitig.

Nicht jedes konkrete politisch-praktisch-symbolische Handeln ist per se zu befürworten. Es sollte doch eigentlich selbstverständlich sein, dass politische Aktionen (selbst)reflektierend daraufhin geprüft & kritisiert werden sollten, welche (symbolischen) Inhalte und Aussagen darin zum Ausdruck kommen. Und einige konkrete Phänomene der "Rave-Praxis" (Geld-verbrennen, Monopoly-Rufe) fand/finde ich eben problematisch.

"Traurig" und eher erschreckend empfinde ich den Umgang mit der Kritik am "Finanzkrisen-Rave", denn eine Bereitschaft zu einer konstruktiven Auseinandersetzung war bisher nun wirklich nicht zu erkennen.

unmoderated

Gehirnakrobatik und Tupperwarenkrise!!!

unmoderated

las ich mal irgendwo als kritik an den Studi-Linken. Ich selbst interessiere mich sehr für Theorie, habe mir aber vorgenommen nicht die andere Seite zu vergessen. Zu den gehören auch alte Freunde, die nicht das Glück hatten ein Abi in die Biographie zu bekommen. Deshalb versuche ich sowohl Theoriefeinde als auch Praxisfeinde kritisch zu sehen und ich muss feststellen:
Jede_r macht das, worin sie/er besser ist. Und dann fangen einige an zu meinen, ihr Feld wäre das wichtigste und der Rest unfug. Okay, ihr habt Abi und studiert, bekommt interessante Sache zu lesen und erwerbt euch Diskussions-Skillz(fertigkeiten). Und dann meint ihr, weil ihr auf diesem Gebiet thight (gut) seid, dass ihr alle, die in anderen Gebieten ihren Schwerpunkt haben dissen (diffamieren) könnt!

Nur weil Diskussionsfertigkeiten ein anderes Feld ist als Muskelkraft, die Regeln sind doch häufig die selben: die Starken machen die Schwachen platt. Und wenn eine_r herkommt und euch fertig macht, weil sie/er stärker ist, dann ist das nicht okay. Läuft das selbe auf dem Diskussionfeld ab, dann ist das okay. Und den Opfern kann mensch dann noch vorwerfen, sie hätten zu wenige Gewichte gestemmt oder Liegestützen gemacht (Gehirnakrobatik). Wobei es, ob ihr Diskussionskills bekommt oder nicht, hauptsächlich von eurer sozialen Herkunft (sie Pisastudie oder mit Theorie hinterlegt Pierre Bourdieu) abhängt!
(somit sind Aktivist_innen wie Theoretiker_innen Muskelproze auf ihren Gebieten)

Soviel zur "traurigen" Theoriefeindlichkeit! Denn Theorievernarrtheit hilft leider auch nicht gegen solche Fehltritte, wie Nazi oder Stalinist zu werden. Dies kann auch wenn es den Anschein macht, nicht von Theorieliebe verhindert werden. Vielleicht sogar im Gegenteil: mit dickem Marx-Wissen im Kopf bauten die Führer einen Stalinismus auf, und mit dickem Marx-Wissen im Kopf strömten Leute dazu. Vielleicht ist es eher das Gefühl und Mitgefühl, das soetwas langfristig verhindern kann. Und die Lust auf Freiheit.

Ich finde die Kritik an dem Finanzrave als Antisemitisch ist nicht weniger gewaltätig als die Antwort a la "Herr Antikapitalist". Dass Kreise genannt werden, ist meiner Meinung nach langsam unerlässlich. Ohne eine gewisse Kategorisierung kann mensch sich kaum noch vor Kritik theorieverliebter Antideutscher schützen, die alles was nicht "300 Jahre lang lesen und reden" ist mit harten Worten verurteilen. Diese Kategoriesierung hilft, andere zu finden, die die Ideen von Befreiung und Freiheit, von Solidarität und Anarchie nicht so Ablehnen, hilft trotz Kritik weiterzumachen und weiter Aktionen zu machen. Denn ohne Aktionen, und diese sind jetzt sehr wichtig. wären viele von uns schon längst in die Normalität eingesperrt! Nur wenige können zum grauen Theorielinksblock und viele wollen nicht!

(ich persönlich mag es ausgewogen, ergreife aber gerne Partei für die, die verbal zusammengeschlagen werden und sich nicht wehren wollen/können, v.a. wenn es nötig ist, um Ausgewogenheit überhaupt zu erreichen)

Ich fand den Finanzrave gut, außer dass es eben für Leute die dadurch ihren Job verloren haben eben bitter wäre, davon mitzubekommen, und das auch für uns sehr schlecht wäre. Aber ansonsten echt gut zu Zeigen, dass das wackeln des Systems Vorteile hat. Alleine durch die Finanzspritzen, die der Staat bezahlen will, geht einiges an Glaube an Staat&Kapitalismus verloren. Monopoly ist unter "normalen" Leuten eben ein Synonym für Kaptalismus. Und Geld verbrennen ist unter Manchen ein Symbol für die Unabhängigkeit von und die Verachtung des Wirtschaftssystems! Da muss gar nicht viel verkürzte Kapitalismuskritik und Antisemitismus reininterpretiert werden! (eher damit macht sich die Linke lächerlich und unglaubwürdig! wobei es prinipiell gut ist, diese beiden Elemente entlarven zu können, angebracht ist es hier aber nicht!)

unmoderated

welche soziale herkunft muss ich denn aufweisen, damit mein denken und handeln nicht mehr kritisiert werden darf und kann? wow, was für ein privileg! und ach du schreck, was für eine gefahr!!!