Aktion gegen Affenversuche auf dem Holzmarkt

Am Samstag den 17. Januar fand eine Aktion gegen die Affenversuche in Tübingen auf dem Holzmarkt in Tübingen statt. Ein Straßentheater, welches einen festgeschnallten Affen an dem Versuche gemacht werden zeigte, begleitete einen Infostand des Tierrechtstreffens und der Ärzte gegen Tierversuche. Beendet wurde die Aktion mit einer Mahnwache für die verstorbenen Opfer von Tierversuchen.

Die Aktion fand im Vorfeld einer Kampagne gegen Affenversuche statt. Der Hintergrund sind die Tierversuche, die in Tübingen von drei Einrichtungen aus gemacht werden:
*Max Planck Institut
*Herti Institut
*Uni Tübingen

Damit ist Tübingen die einzige Stadt in Baden-Württemberg, die Affenversuche macht. Der aktuelle Anlass ist, dass ein neuer Professor, Andreas Nieder, nach Tübingen gekommen ist, der eine Serie von Affenversuchen durchführt. Die Versuche zielen darauf ab, die Verarbeitung von Zahlen im Gehirn zu erforschen. Dabei wird den Makaken unter Vollnarkose ein Loch in die Schädeldecke gebort und Implantate darin installiert. Bei den Versuchen werden die Affen dann an diesen Implantaten in einem Gestell fixiert. Den Affen wird für bis zu zwei Tagen Wasser verwehrt, damit sie unter furchtbarem Durst bereit sind, Aufgaben mit Zahlen zu bearbeiten, wobei ihre Hirnströme untersucht werden. Ein wenig Wasser ist dann die Belohnung.

Angeleiert wird die Kampagne vom Tierrechtstreffen Tübingen, bei dem die Antispeziesistische Aktion Tübingen teilnimmt, und den Ärzten gegen Tierversuche. Der offizielle Kampagnenstart steht noch aus.

einen Flyer zum runterladen zu den Tierversuchen findet ihr auf http://antispe-tuebingen.de.am unter Materialien.

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Diese Forschungen an Affen von Nieder werden nicht gemacht, um Krankheiten bekämpfen zu können. Die Verarbeitung von Zahlen im Gehirn ist reine "Neugier"-Forschung, die solche grausamen Methoden in keinem Fall legitimieren.

antispe

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weiter so!

unmoderated

Naja, ich ehe davon aus, dass die Versuche schon sinnvoll sind, wenn sie genehmigt wurden. Eine Tierversuchsgenehmigung für Primaten zu bekommen, ist nicht ganz einfach. Dass die Behauptung mit dem grauenhaften Durst stimmt, möchte ich auch bezweifeln. Tierversuchsgegner sind so 'wahrheitslieb' wie fundamentalistische 'intelligent design' Anhänger.
Lying hounds!