Tübinger Bündnis „Mehr Personal für unsere Krankenhäuser“

15.08.2017 18:30

Liebe sozialengagierte Leute, Initiativen, Gruppen,

der Personalmangel und die Ökonomisierung des Gesundheitswesens haben die
Arbeitsbedingungen für viele Beschäftigte in unseren Krankenhäusern
unerträglich gemacht und stellen auch für Patient*innen eine Belastung dar.

Durch die tarifliche Festschreibung einer Mindesbesetzung der Stationen soll
diesem Druck entgegengewirkt werden. Nachdem an der Berliner Charité bereits
voriges Jahr eine Entlastung des Personals erkämpft wurde hat die
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nun bundesweit Tarifauseinandersetzungen
an den Krankenhäusern begonnen. In verschiedenen Städten gibt es bereits
Solidaritätsgruppen, die die Beschäftigten dabei aktiv unterstützen werden
und die gesellschaftliche Dimension dieses Konflikts deutlich machen wollen.

Mit diesen Zielen hat sich im April 2017 auch in Tübingen das "Bündnis
für mehr Personal in unseren Krankenhäusern" gegründet.

Seitdem ist uns durch Aktionen gelungen, am 1. Mai und am
"internationalen Tag der Pflege" (12. Mai) unsere Solidarität mit den
Beschäftigten zu zeigen und das Thema in die Öffentlichkeit zu
transportieren.

Und jetzt ist die Gelegenheit, mehr zu tun:

Im September sind von ver.di zwei bundesweite Aktionstage geplant, die
die Tarifverhandlungen in den verschiedenen Bundesländern begleiten
und die als Vorbereitung für einen eventuellen Streik gelten
sollen. Wir möchten auch an diesen Tagen in der Stadtöffentlichkeit und an der
Klinik sichtbar sein, um klar zu machen, dass Pflegenotstand uns alle
betrifft und dass wir für ein solidarisches Gesundheitssystem stehen!

Um vielfältige und bunte Proteste auf die Straßen zu bringen und um
aktive Solidarität zu zeigen, brauchen wir Eure Unterstützung!

Ihr seid also alle zum nächsten Bündnistreffen
am Dienstag, 15.08. um 18:30 Uhr
im Gemeindehaus Lamm am Marktplatz herzlich eingeladen.

Solidarische Grüße

Frauengruppe Zumutung und IL (interventionistische Linke)
als Teil des "Tübinger Bündnis für mehr Personal in unseren Krankenhäusern"