Soli-Hausbar des Collegium Academicum in der Schellingstraße 6 am 10.01.18

Das Heidelberger Mietshäusersyndikatsprojekt Collegium Academicum kommt nach Tübingen

Das Collegium Academicum Heidelberg. Wer wir sind: Wir sind eine Projektinitiative, die seit Ende 2012 an einem selbstverwalteten Wohnheim, Kultur- und Bildungszentrum arbeitet. Seit vier Jahren werden wir von Syndikatsberater*innen begleitet: zuerst Jan, Steffi und Miri aus Tübingen, seit nun zwei Jahren Joker und Helma aus Freiburg. Wir haben uns im Rahmen eines Workshops bei der letzten Syndikats-MV in Marburg vorgestellt - den Aufnahmebeschluss wollen wir im Frühjahr 2018 stellen, sobald der Grundstückskauf ansteht.

Wir wollen den investorengetriebenen und profitorientierten Privatwohnheimen mit überteuerten Zimmermieten von 450 bis 600 Euro pro Monat unser Projekt eines solidarischen Miteinanders entgegensetzen. Zudem planen wir mehr als ein Wohnheim – wir wollen den in Heidelberg dringend benötigten Freiraum für Initiativen ohne kommerzielle Interessen schaffen.

Insgesamt wollen wir mindestens 2 Millionen Euro an Direktkrediten einsammeln. Die ersten 500.000 Euro an Direktkrediten und Spenden haben wir bereits eingesammelt. Für die nächsten Planungsabschnitte benötigen wir nun weitere 300.000 Euro, die wir in den nächsten Monaten einsammeln müssen. Das ist wichtig, weil sonst die Planung ins Stocken gerät und wir damit die bereits bewilligten Fördermittel gefährden würden. Die Zeit drängt also. Wir sind auf die Hilfe von Privatpersonen angewiesen, die uns Direktkredite geben oder interessierte Privatpersonen an uns vermitteln!

Wir haben in der letzten Zeit die Schlagzahl erhöht und konnten wichtige Erfolge verbuchen: Ende September haben wir den Bauantrag für unseren Neubau beim zuständigen Amt eingereicht – zur Baugenehmigung müssen wir nur noch letzte Details nachreichen. Dem ging ein intensiver Planungsprozess mit unserem Architekten und viele Treffen mit städtischen Ämtern voraus. Pünktlich zu Weihnachten haben wir den Zuwendungsbescheid des „Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung“ aus dem Förderprogramm „Variowohnen“ erhalten. Nach Prüfung der zweiten Antragsstufe wird unser Vorhaben mit Bundesmitteln in Höhe von 2.193.000,00 € unterstützt. Das Bundesbauministerium fördert mit diesem Programm deutschlandweit die Errichtung und Erforschung nachhaltiger und bezahlbarer Wohnungen für Studierende und Auszubildende. Unter diesen Rahmenbedingungen wurden wir als „herausragendes Modellvorhaben“ eingestuft. Mit diesen guten Nachrichten starten wir voller Optimismus ins neue Jahr 2018.

Neue Netzwerke erschließen: Soli-Hausbar in der „Schelling“
In Heidelberg existiert derzeit nur das Wohnprojekt „HageButze“, welches in das Mietshäusersyndikat aufgenommen wurde. Eines der ersten Projekte in Heidelberg zu sein, die sich nach dem Modell des Mietshäusersyndikats richten, ist aufregend, aber mit dieser Position gehen auch zusätzliche Schwierigkeiten einher: Wir können kaum auf ein existierendes Netzwerk von bestehenden Wohnprojekten in unserer Stadt zurückgreifen. Deshalb ist es für uns umso wichtiger, auch außerhalb Heidelbergs neue Kontakte zu knüpfen. Dieser Austausch wird uns dabei helfen, neue Ideen und Anregungen in unsere Diskussionen einzubringen und die so dringend benötigte finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Wir veranstalten deshalb in Zusammenarbeit mit dem Wohnprojekt Schellingstraße am Mittwoch 10.01.18 eine Soli-Hausbar in der Schellingstraße 6 in Tübingen. Zwischen 19.00 und 20.00 Uhr wird es dort Essen geben, wonach wir Euch unser Projekt vorstellen wollen um dann gemeinsam neue Ideen und Anregungen zu sammeln, wie wir das Projekt und seine Finanzierung weiter vorantreiben können. Ab 21.30 Uhr gibt es dann wie gewohnt Getränke an der Hausbar.

Mehr Informationen über das Projekt findet ihr auch auf unserer Website unter
www.collegiumacademicum.de

Wir freuen uns auf Euer kommen!
Liebe Grüße aus Heidelberg
Das Team des CA