Aufruf: Aktionstag zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 07.12.2018 in Tübingen

Anlässlich des 70. Jahrestags der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen ruft das Bündnis Bleiberecht Tübingen zu einem Aktionstag am 07.12.2018 unter dem Motto „menschenrecht fundamental ist“ auf.

Beteiligt euch mit euren Ideen, Themen, Inhalten und Aktivitäten! Unterzeichnet den Aufruf zum Aktionstag!

Ausführlicher Aufruf und aktuelle Infos dazu unter https://bleiberecht.mtmedia.org/itdm2018

Die zentralen Anliegen / Forderungen des Aktionstages sind:

  • Menschenrechte sind #unteilbar – sie gelten für ALLE Menschen!
  • Menschenrechte kennen keine Obergrenzen – Für eine Politik der Solidarität und der Humanität mit Geflüchteten statt Abschottung, Abschiebung und rassistische Spaltung der Gesellschaft!
  • Respekt statt Rassismus – Frauenrechte gelten für alle Frauen, Kritik an Sexismus und sexueller Gewalt muss sich an alle Männer richten!
  • Fluchtursachen bekämpfen, nicht Flüchtlinge – das Recht auf Leben gilt auch auf dem Mittelmeer und Seenotrettung ist kein „Menschenrechtsfundamentalismus“!
  • Wohnraum ist kein Ware – bezahlbaren Wohnraum für ALLE schaffen!
  • Für eine soziale und nachhaltige Stadt – für eine Kommunalpolitik, die allen Menschen zugute kommt, statt einseitig High-Tech-Kapitalismus zu fördern.

Wir können und wollen uns, auch im beschaulichen und angeblich weltoffenen, Tübingen dafür einsetzen:

  • dass die hier aufgenommenen geflüchteten Menschen wie Mitmenschen und Mitbürger*innen behandelt werden und nicht wie Eindringlinge als Konkurrenten auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt.
  • dass diese Menschen ein gesichertes Aufenthaltsrecht erhalten und dass niemand in Länder abgeschoben wird, in denen Verfolgung, Krieg, Elend oder andere Menschenrechtsverletzungen drohen, und dass Landkreis und Stadtverwaltung sich in keiner Form weiter an derartigen Abschiebungen beteiligen.
  • dass die Frauen, die in der Tübinger Erstaufnahmestelle für besonders schutzbedürftige Geflüchtete untergebracht sind, nicht wieder nach Italien abgeschoben werden, wo sie erneut auf der Straße leben müssten und von Menschenhandel und Zwangsprostitution bedroht wären.
  • dass in Tübingen mehr bezahlbarer Wohnraum für alle Menschen geschaffen wird und auf dem Wohnungsmarkt nicht nach rassistischen Kriterien diskriminiert wird.
  • dass Hass und Hetze gegen Nicht-Deutsche oder Menschen anderer Hautfarbe keinen Platz in Tübingen haben.
  • dass politische Amtsträger, die mit populistischen Äusserungen über Geflüchtete rassistische Einstellungen in der Bevölkerung beflügeln, nicht mehr gewählt werden.
  • dass eine Kommunalpolitik betrieben wird, die sozialer Spaltung entgegenwirkt und den Klimaschutz voranbringt, statt High-Tech-Konzerne (Stichwort: „Cyber-Valley“) anzulocken.

Dies könnte der Beginn auf dem Weg zu einer „solidarity city“ sein.

Dafür wollen wir am 7. Dezember gemeinsam auf die Straße gehen! Die Gültigkeit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte muss dringender denn je verteidigt werden!

Menschenrecht fundamental ist!