JÜRGEN GRÄSSLIN: FLUCHTGRUND WAFFENHANDEL oder: Grenzen öffnen für Menschen – Grenzen schließen für Waffen

27.02.2019 19:30

Mittwoch, 19:30 - 21:30 Uhr
Ort Haus der Volkshochschule, Spendhausstraße 6, 72764 Reutlingen, Saal, EG, ♿ barrierefreier Zugang
Preis 8,00 € (erm. 2,00 €)

Buchpräsentation und Diskussion mit Jürgen Grässlin,
Autor von »Netzwerk des Todes« und »Schwarzbuch Waffenhandel!«

Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Auf Grund der
Abschottungspolitik Europas haben vergleichsweise wenige von ihnen eine
Chance, in Deutschland oder anderen europäischen Staaten Zuflucht zu
finden. Abertausende von Menschen sind bisher beim Versuch ertrunken,
Europa über das Mittelmeer zu erreichen. Deutschland trägt massiv
Mitverantwortung an der Massenflucht. Ganz legal – mit Genehmigung der
Bundesregierung und den nachgeordneten Kontrollbehörden – rüsten
deutsche Waffenschmieden seit Jahren Scheindemokraten und Diktatoren
hoch und stabilisieren sie an der Macht. Mit deutschen Kriegswaffen
oder
in Lizenz gefertigten Waffen wurden und werden im Nahen und Mittleren
Osten sowie im Norden Afrikas schwere Menschenrechtsverletzungen
begangen.
Rüstungsproduzierende Unternehmen, wie Airbus (EADS), Krauss-Maffei
Wegmann, Rheinmetall, Diehl, ThyssenKrupp Marine Systems und Heckler &
Koch, verdienen am Geschäft mit der Unterdrückung und dem Tod. Mit den
Waffenlieferungen des Europameisters Deutschland wird Öl ins Feuer von
Kriegen und Bürgerkriegen gegossen. Das Ergebnis ist augenscheinlich:
Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten.

Jürgen Grässlin ist Sprecher der Kampagne »Aktion Aufschrei –
Stoppt den Waffenhandel!«, Bundessprecher der Deutschen
Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK),
Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD) und Vorsitzender
des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.). Er ist Autor zahlreicher
kritischer Sachbücher über Rüstungsexporte sowie Militär- und
Wirtschaftspolitik, darunter internationale Bestseller. Zuletzt
verfasste er das »Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg
verdient« mit weit mehr als 230 Lesungen und das »Netzwerk des Todes.
Die kriminellen Verflechtungen von Waffenindustrie und Behörden«.
Grässlin wurde mit bislang zehn Preisen für Frieden, Zivilcourage,
Medienarbeit und Menschenrechte ausgezeichnet, u.a. mit dem »Aachener
Friedenspreis«. Zuletzt wurde er mit dem »GRIMME-Medienpreis« und dem
»Marler Medienpreis Menschenrechte« von Amnesty International geehrt.
Im Jahr 2018 gründete Grässlin mit Friedensfreund*innen die
»Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch« sowie das »GLOBAL NET –
STOP THE ARMS TRADE«

https://www.youtube.com/watch?v=sz5qwKQFxr8 [1]

Pressefotos: https://www.franzk.net/image/5c0c272523cdf.jpg [2]