Forensische Psychiatrie- Einblicke und Ausblicke (Vortrag und Diskussion)

25.04.2019 20:00
25.04.2019 22:00

Verurteilte, die von der Justiz basierend auf der Kategorie "psychisch krank" als nicht oder vermindert schuldfähig erklärt werden, müssen in eine forensisch-psychiatrische Klinik (psychiatrischer Maßregelvollzug).
Forensische Unterbringung stellt neben der Sicherungsverwahrung ein Verfahren dar, wodurch Menschen für lange Zeit eingesperrt werden können. Dabei kommen durch gerichtliches Urteil und Überweisung aus den Psychiatrien immer mehr Menschen in eine forensische Klinik. Während im Gefängnisvollzug relativ klar ist, wie lange eine Strafe abgesessen werden muss, wird im Maßregelvollzug durch Pflegepersonal, Ärzt*innen, Therapeut*innen, Gutachter*innen letztendlich entschieden, wann Gefangene geheilt sind und was das bedeutet.

Juli von der Psychiatrie-kritischen Gruppe Bremen hinterfragt aus ihrem Erfahrungskontext als Patient*innenenfürsprecherin für die Forensik Bremen/Ost sowie als Aktivistin die Kategorien und deren Bewertungen, die die Grundlage für so eine Behandlung darstellen.

Ort: "Burse" (Bursagasse 1), Raum X, Altstadt Tübingen

Organisator: Psychiatrie-kritische Initiative Tübingen , www.pkit.blogsport.de , pkit@posteo.de