[KUT] Feministisch – materialistisch – utopisch: Warum ohne Liebe kein Feminismus zu denken ist. Ein Vortrag von Katharina Volk

22.05.2019 18:00
22.05.2019 19:59

Katharina Volk: Feministisch – materialistisch – utopisch: Warum ohne Liebe kein Feminismus zu denken ist.

Vortragsreihe „Feminismus und Materialismus“ der Kritischen Uni Tübingen (KUT) im SoSe 2019

Mittwoch, 22.05.19
18 Uhr c.t.
Kupferbau, Hörsaal 24

Ein materialistischer Feminismus muss zugleich auch utopisch sein. Warum dies an und für sich kein Widerspruch ist, wird anhand des Spannungsfeldes der Familien- und Erwerbsarbeit beleuchtet. Historisch betrachtet, ist dieses Widerspruchsverhältnis zentraler Gegenstand materialistisch-feministischer Theorien. Diese widmen sich nicht nur der Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern entwickeln Utopien, in denen der Widerspruch zwischen Familien- und Erwerbsarbeit, d.h. der Produktion des Lebens und der Produktion von Lebensmitteln überwunden ist und somit auch der zwischen den Geschlechterverhältnissen. Aus diesem Grund sind sie interessant für gegenwärtige Diskussionen, in denen es auch um die Frage geht, wie wir zukünftig gemeinsam leben und lieben wollen.

Katharina Volk, lebt derzeit in der Nähe von Kiel und arbeitet bei der IG Metall im Bezirk Küste in Hamburg. Ihre Dissertation hat sie an der Justus-Liebig-Universität Gießen abgeschlossen, die im Juni 2018 unter dem Titel „Von der Gesellschaftsanalyse zur Utopie. Ein historischer Rückblick auf materialistisch-feministische Theorien“ beim Westfälischen Dampfboot erschienen ist.

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