Infoladenhausbar: "Die Revolution ist notwendig, also ist sie möglich." Ein Abend zur Erinnerung an Joachim Bruhn

01.05.2019 19:00

Am 28. Februar starb der Publizist, Verleger und Mitgründer der Initiative Sozialistisches Forum (ISF) Joachim Bruhn im Alter von 64 Jahren. Bruhns Denken war zentriert um eine Rekonstruktion der Marxschen politischen Ökonomie, die sich gegen die theoretischen Borniertheiten und das entsprechende epochale Versagen sowohl der alten Arbeiterbewegung als auch der Neuen Linken richtete.

Weil er wusste, dass es etwas noch Schlimmeres geben kann als das Kapital, nämlich die ihm entsprungene Barbarei, hat er die Intention materialistischer Ideologiekritik neu bestimmt: als Sabotage jener Bedingungen, unter denen das einzelne Individuum sich die Tendenz des Ganzen zu eigen macht.

Joachim Bruhn hatte als passionierter Kritiker eine Liaison mit der Sprache; aus seinen texten geht klar hervor, dass Stil kein Accessoire ist, sondern sachliche Notwendigkeit; wer sich zum Kapital nicht polemisch verhält, verhält sich unsachlich zu ihm [...].

Es werden Texte von Joachim Bruhn aus "Was deutsch ist. Zur kritischen Theorie der Nation" und "Rote Armee Fiktion" vorgetragen.

Mittwoch 1. Mai
19:00 Uhr Essen
20:00 Uhr Lesung