E-Mobilität: Mit dem Elektroauto in die Sackgasse oder sinnvoller Schritt in eine ökologische Verkehrspolitik?

11.11.2019 20:00

Diskussionsveranstaltung mit Winfried Wolf und Ulrich Schmidt,
moderiert von Reinhard Beneken (BUND)

Die umfassende Umwelt-, Klima- und Mobilitätskrise ist täglich greifbar und wird – seit den massenhaften Protesten der Fridays for Future Bewegung - endlich auch in den Medien breit diskutiert. Die zögerlichen Maßnahmen der Bundesregierung erscheinen dagegen wie Plazebos: Förderung von Elektroautos und Fahrverbote für Diesel-Pkw. Ein paar Dutzend Kilometer Radwege, Elektrobusse, oder als maximal mögliche zusätzliche Maßnahme: Nulltarif als Kleinversuch in einzelnen Städten. Vor dem Hintergrund der Misere im ÖPNV, bei Berücksichtigung der Alltagsgefahren der Radfahrenden im stressreichen Zusammenspiel mit Auto- und LKW-Verkehr und nicht zuletzt angesichts des Versagens der Bahn auf fast der ganzen Linie ist das alles andere als überzeugend.
Das Auto ist – zusammen mit dem Flugzeug – Klimafeind Nr. 1. Regierung und Autoindustrie plädieren dafür, statt Verbrennern zukünftig Elektroautos zu bauen, und betrachten dies als zentralen Inhalt der Verkehrswende.
In der Veranstaltung wollen wir erörtern, welche Ausrichtung der Verkehrs- und Industriepolitik Perspektiven für die Zukunft eröffnen kann und welche in die Sackgasse führt. Beleuchtet werden dabei Sinn oder Unsinn der E-Mobilität und notwendige Elemente einer konsequenten Verkehrswende.

Es diskutieren: Winfried Wolf, Verkehrsexperte, radikaler Kritiker der E-Mobilität und Autor der Buches "Mit dem Elektroauto in die Sackgasse" sowie Ulrich Schmidt, Mitglied des Vorstands von Electrify-BW e.V. und des BUND Kreisverbands Reutlingen, der in der E-Mobilität einen sinnvollen Schritt in die richtige Richtung erkennen kann.

Wo? Kulturzentrum franz.K Reutlingen
Wann? 11.11.2019 20 Uhr