Vergeltung des Staates gegen VilLA54 Besetzung - unsere Antwort: Solidarität!

Am 28.09.2019 wurde als Teil der TuMalWat-Aktionstage in Berlin die Landsberger Allee 54 besetzt, ein Villa -artiges Gebäude auf dem Gelände einer ehemaligen Brauerei, die seit sieben Jahren leersteht. Bei der Besetzung gab es viele schöne Transpis, eine Kletterbesetzung mit Traverse und Skypod (eine Plattform, die nur von oben festgemacht ist) und eine FLINT* Etage (ohne Cis-Männer). Dies wurde am selben Abend noch von der Polizei mithilfe von Schmerzgriffen und Schlägen brutal geräumt. Bei der Räumung gab es mehrere Verletzte, unter anderem eine gebrochene Rippe durch die Misshandlungen der Polizei. Ein*e Besetzer*in, Primbo, die*der Personalien verweigert, befindet sich jetzt in der JVA Berlin-Lichtenberg in U-Haft.

Wir begrüßen die Besetzung, insbesondere ihren queerfeministischen Ansatz und den Versuch, einen Schutzraum für marginalierte Menschen zu schaffen. Wir sind entsetzt über die Repression mit der der Staat auf solche emanzipatorischen Bestrebungen reagiert und schicken solidarische Grüße an die Besetzer*innen der VilLA54, denen nun drakonische Strafen wegen unter anderem Hausfriedensbruch und gemeinschaftlichem Widerstand drohen. Und insbesondere an die Person, die sich jetzt aufgrund der Räumung hinter Knastmauern befindet.

Die kollektive Verweigerung der Personalienangabe ist dem Staat ein Dorn im Auge und er reagiert mit Brutalität und massiver Repression. Denn die Strategie der Verweigerung funktioniert! Vier geräumte Personen mussten unerkannt gehen gelassen werden. Die U-Haft und absurden Vorwürfe könenn als Vergeltung des Staates für diesen erfolgreichen Widerstand verstanden werden. Damit der Staat damit keinen Erfolg hat, müssen wir nun gemeinsam uns dieser Repression widersetzen, uns solidarisch organisierne und uns nicht einschüchtern lassen. Wir haben Angst vor der Gewalt des Staates, aber keinen Respekt. Feuer und Flamme denen, die uns einsperren!

Für mehr feministische Besetzungen und gegen Repression!

Unbeherrscht

Freiburg i. Br.

P.S.Vom 18. - 29. Oktober finden in Freiburg im Breisgau die Squatting Days statt. Kommt vorbei!

Schreibt Briefe an Primbo!
Adresse: An Primbo // unbekannte Person, JVA Lichtenberg, Alfredstraße 11, 10365 Berlin
Absender*in: „Spitzname“, c/o Kalabalik, Reichenberger Straße 63, 12055 Berlin
Zu beachten: Schreibt auf den Briefumschlag „Eigentumsvorbehalt“, fasst den Brief und den Umschlag im Idealfall mit Handschuhen an und schreibt keine persönlichen Infos wie euren Namen oder eure Adresse drauf. Die Bullen sollen so wenig Infos über uns sammeln können wie möglich. Damit Primbo euch evtl. antworten kann, packt Papier und einen frankierten Briefumschlag mit der Adresse des Kalabalik und eurem Pseudonym beschriftet in den Brief. Antworten von Primbo an euch können im Kalabalik immer freitags von 18-19 Uhr abgeholt werden, ab Mitte Oktober freitags 14-19 Uhr und sonntags 15-19 Uhr.

Foto: "Freiheit für alle, sonst gibt's Krawalle!" - solidarische Grüße von einer KüFa in Freiburg.

"Freiheit für alle, sonst gibt's Krawalle!" - solidarische Grüße von einer KüFa in Freiburg.