Droht ein Krieg gegen den Iran? Auswirkungen auf den Nahost-Konflikt und die Region

19.11.2019 19:00

Referent: Andreas Zumach, Journalist und Publizist
Di., 19.11., 19 Uhr
Gemeindehaus Lamm, Am Markt 7, Tübingen
Spende für Unkosten herzlich erbeten!
Veranstalter: AK Palästina TÜ, Flüchtlingskinder im Libanon e.V.

Anfang 2016 trat das Atomabkommen zwischen dem Iran und dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in Kraft, nachdem der Iran alle in dem Vertrag geforderten Verpflichtungen erfüllt hatte. Gleichzeitig wurden fast alle westlichen Wirtschaftssanktionen beendet. Schon 2018 stiegen die USA unter Präsident Trump aus dem Abkommen aus und erneuerten die wirtschaftlichen Sanktionen. Dies war ganz im Sinne der israelischen Politik, die das Abkommen nie akzeptiert hat. Die EU und auch die Bundesrepublik reagierten nur halbherzig, mit dem Ergebnis, dass der Iran die Anreicherung von Uran für einen möglichen Atombombenbau angedroht und kürzlich wieder aufgenommen hat.

Gleichzeitig haben die USA einen Flugzeugträger in die Golfregion verlegt und drohten nach verschiedenen Gefährdungen des Schifffahrtsverkehrs dem Iran schärfste Konsequenzen an. Die belasteten historischen Beziehungen zwischen Iran und USA und die politischen Interessen Israels gefährden eine konstruktive Lösung. Dringend nötig wäre deshalb eine wirkungsvolle, friedenserhaltende Diplomatie von Seiten der EU und der Bundesrepublik.

Referent:

Andreas Zumach, Journalist und Publizist, u.a. Korrespondent der Berliner Tageszeitung (Taz) mit Sitz bei der UNO in Genf und Träger des Göttinger Friedenspreises.