Workshop 'Lehre dekolonialisieren!'

04.02.2020 19:00

Einladung an alle Interessierten und innerhalb und außerhalb der Lehre Engagierten zum
Workshop 'Lehre dekolonialisieren!'

4. Februar 2020, ab 19 Uhr im Café der Gartenstraße 7

Referent*innen: Saron Cabero, Carina Stickel, Dr. Antony Pattathu, Birgit Hoinle

Die Diskussionen um Dekolonisierung im allgemeinen und speziell im Kontext der Universität werden global immer präsenter und nicht nur in Geisteswissenschaften verhandelt. In diesem Workshop wollen wir uns interaktiv der Frage widmen, inwiefern koloniale Denkstrukturen und Machtmuster eine Rolle im eigenen Fachgebiet spielen? Wie können dekoloniale Perspektiven in die Lehre eingebracht werden, auch wenn mein Fach auf den ersten Blick keinen kolonialen Bezug zu haben scheint? Mit einem kurzen Input und anschließenden gemeinsamen Workshop wollen wir erstens zu kritischen Reflexionen der Gewordenheit von Wissenschaft und eurozentrisch geprägten Wissensproduktionen und –standpunkten beitragen. Zweitens möchten wir auf praxisbezogener Ebene erarbeiten, mit welchen Strategien dekoloniale Sichtweisen in der eigenen Lehre/bzw. im eigenen Fach umgesetzt werden können. Teil des Workshops ist auch eine Diskussion über Standortbestimmung und Reflektion der eigenen Position, Wissenschaftssozialisierung und der Situationen im eigenen Fach in Bezug auf die Frage nach Diversität, Machtverhältnissen und Möglichkeiten für Transformation in der Lehre.

Der Workshop richtet sich an alle Interessierten. Als Vorbereitung für den Workshop bitten wir die Teilnehmer sich über folgende Fragen Gedanken zu machen:
1. Welche Aufarbeitung von kolonialen Bezügen und der eigenen Fachdisziplin haben bereits stattgefunden?
2. Gibt es gegenwärtige Auseinandersetzungen mit der kolonialen Geschichte des Faches innerhalb der Lehre, falls es keine gibt wie könnten diese aussehen?