Antifaschistischer Widerstand gegen die gefährliche Hetze von Querdenker*innen-Schwurbler*innen in Tübingen

Nachdem zunächst eine Demontration „Für Frieden, Freiheit und Natur“ angemeldet worden war (der Antrag wurde von der Organisatorin zurückgezogen), fand am 13.12. in Tübingen ein unangemeldeter „Spaziergang mit Kerzenlicht“ statt, der u.a. in der Telegram-Gruppe „Einkaufen ohne Impfen/Testen“ angekündigt worden war. Antifaschist*innen nahmen das zum Anlass, zu einer Gegendemo zu mobilisieren. So kam es dazu, dass Demo und Gegendemo einen Großeinsatz der Polizei auslösten. „Martialische Bilder: Polizisten in Vollmontur, aus Tübingen und Umgebung sowie vom Präsidium Einsatz, erwarteten die Demonstranten und Gegendemonstranten auf dem Tübinger Marktplatz“, so das Schwäbische Tagblatt. Die einzige angemeldete Demonstration war die der Jusos. „Wir wollen zeigen, dass Tübingen solidarisch zusammensteht. Impfen ist unser einziger Weg aus der Pandemie“, so die Kreisvorsitzende der Jusos Julia Silec. Die Präsenz der Polizei sei imponierend gewesen, „aber nach dem, was am Wochenende in Reutlingen los war, war das genau richtig so“, meinte der SPD-Kreisvorsitzende Florian Zarnetta.

Das Schwäbische Tagblatt hat auch die unsolidarische Hetze der „Spaziergänger*innen“ gut dokumentiert, gegen die Antfaschist*innen mit Bannern wie „Solidarität statt rechte Hetze“ und „Rechter Terror hat System“ auf die Straße gegangen sind. Aus dem Artikel:

Und gegen was wollten die „Spaziergänger“ demonstrieren? Eine Gruppe Kerzenträger ließ die Frage nicht unbeantwortet: „Die Spaltung der Gesellschaft macht mir Angst“, sagte eine. „Es geht mir um die Erhaltung der Grundrechte und um das Recht, über meinen eigenen Körper zu bestimmen“, erklärte eine andere. „Ich habe den Eindruck, dass es der Regierung schon längst nicht mehr um den Erhalt der Gesundheit geht, sondern um den Erhalt der Maßnahmen“, so ein weiterer Demonstrant. „Es geht mir nicht darum, gegen etwas zu demonstrieren, sondern für etwas: Für die Freiheit, für die Selbstbestimmtheit, für das Gute“, war auch zu hören. Eine Schülerin berichtete von der Spaltung in ihrer Schulklasse. Davon, wie schlecht es vielen Menschen in dieser Zeit geht. Und wie schade es sei, dass sich Ungeimpfte und Geimpfte als Feinde sehen. „Ich bin hier, um Hoffnung zu machen. Dass es möglich ist, wieder Kontakt aufzunehmen.“