Dont stand with Putin Dont stand with Nato Stand with the People! Against War!“

Dont stand with Putin
Dont stand with Nato
Stand with the People!
Against War!“
Am Mittwoch, den 02.03.22 haben der RPJ Böblingen, die Jusos Böblingen, die Junge Union Böblingen,die Grüne Jugend Böblingen, die Junge Liberale Böblingen und die Jungen Europäer Baden-Württemberg – Böblingen zu einer Kundgebung auf dem Herrenberger Marktplatz mit dem Titel „Frieden in Europa: Solidarität mit der Ukraine“ aufgerufen.
Auch wenn wir diesen Jugendverbänden im Normalfall distanziert gegenüberstehen, haben wir uns entschieden an der Kundgebung teilzunehmen um dort einer linken antifaschistischen Position Ausdruck zu verleihen. Die Frage nach Krieg und Frieden ist zu bedeutsam, um dem bürgerlichen Lager die alleinige Beantwortung zu überlassen. 
Unser Ziel war es, den Einheitsbrei ein wenig aufzumischen, uns antimilitaristisch zu positionieren und die Leute (mit bescheidenen Mitteln, siehe Fotos) zum Nachdenken zu bringen. Wir verurteilen den Einmarsch Russlands in der Ukraine und sagen ganz klar, Putin und sein autokratische russische Regime verdienen keine Unterstützung. Aber auch die Nato ist ein millitärisches Bündnis und wurde für den Krieg geschaffen, mit weiteren Provokationen, Säbelraseln und Waffenlieferungen wird die gefährliche Situation noch verschlimmert. 
Die Ankündigung die Bundeswehr mit zusätzlich 100 Milliarden Euro aufzurüsten schafft ebensowenig Frieden und den jetzt wieder auflodernden deutschen Großmachtsphantasien schmettern wir ein wütendes „Nie wieder Deutschland!“ entgegen! 
Die Vertreter der Parteien, sowie OB Sprißler feierten sich dagegen in mehreren Redebeiträgen für ihre Einheit in der Sache und die vermeintliche Solidarität die sie an den Tag legen.
Jedoch, in unseren Ohren klangen ihre Worte des Friedens hohl und verlogen. SPD, die Grünen, CDU und FDP stehen kontinuierlich für millitarische Aufrüstung (Bundeswehr und Nato), sie sind verantwortlich für Waffenlieferungen aus Deutschland an (un)demokratische Staaten und sie sind jederzeit bereit für Kriegstreiberei wenn es den nationalen geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen nutzt. Und auch dass hießige Firmen mit und in Russland bislang gute Geschäfte mach(t)en,oftmals eingefädelt durch die jeweilige deutsche Regierung und somit das System Putin stabilisieren, fand in keiner ihrer Reden eine Erwähnung. Ebendo kein Wort wurde verloren über die den  Einmarsch Russlands vorangegangenen Provokationen des Westens, etwa durch die Nato Osterweiterung und bedrohliche Millitarmanöver. Und vor der Tatsache, dass abertausende Geflüchtete auf dem Weg nach Europa, auf der Suche nach Schutz und Frieden bereits ihr Leben verloren haben und das dieses Leiden und Sterben  ein Produkt der systemischen Gewalt des vermeintlich so solidarischen Westens und nicht zuletzt der Festung Europa sind,  wurden mal wieder beide Augen verschlossen.
Wir freuen uns sehr über die große Hilfsbereitschaft für die flüchtenden Menschen aus der Ukraine, Hausbesitzer*innen in Herrenberg wollen ihren Leerstand zur Verfügung stellen, die Stadt Herrenberg setzt (vermeintlich) alles in Bewegung um so viele Geflüchtete wie möglich aufzunehmen. Allerorten werden Geld und Sachspenden gesammelt. Die Frage die sich uns dabei aufdrängt ist nur, warum wird nicht allen Menschen auf der Flucht die gleiche Anteilnahme und Hilfsbereitschaft zu Teil? Wir denken, dahinter steckt Rassismus. 
Was aber nun tun gegen Krieg und für einen weltweiten und dauerhaften Frieden? 
Um nicht weiterhin der Spielball und das Kanonenfutter der herrschenden Klasse zu sein, um in einer Welt friedlicher und solidarischer Koexistenz zu leben, müssen wir das kapitalistische Wirtschaftssystem und alle hierarchischen Gesellschaftsordnungen überwinden und an deren Stelle eine egalitäre  Selbstorganisierung der Arbeiter*innenklasse und das Recht auf individuelle Selbstbestimmung setzen. Um dort hinzukommen wird es nötig sein, uns weiter antifaschistisch zu organisieren um den konkurrenzbasierten und damit gewalttätigen Strukturen Staat, Nation und Klassengesellschaft etwas substanzielles entgegenzusetzen. 
Wir rufen alle dazu auf aktiv zu werden gegen den Krieg in der Ukraine. Es gibt viele Möglichkeiten, nutzt sie. Seid Solidarisch mit den Menschen auf der Flucht, organisiert praktische Hilfe! Widersprecht mit allen Mitteln den Kriegstreiber*innen in der Politik und in den Medien!
Und vor allem: Lasst euch nicht spalten und gegeneinander aufhetzen! 
Gegen den Krieg in der Ukraine, gegen jeden Krieg und gegen jede Militarisierung!
Für den Frieden und die Freiheit, für eine Welt ohne Staaten und Ausgrenzung, 
für die befreite Gesellschaft!
*Antifaschistische Aktion Herrenberg*
*März 2022*
Spendenaktion JuHa Herrenberg:
Spendenkonto: „Solidarität mit den Anarchist*innen in der Ukraine“
Aufruf zur Antikriegsdemo in Stuttgart 04.03:
Hilfsaktion Jugendhaus Würtingen
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