Diskussion: Nostalgie-Flashback auf Tueinfo

Achja, langjährige Tueinfo-Leser*innen bekommen da glatt einen Nostalgie-Flashback.
Da wird – unerhört – die Amadeo-Antonio-Stiftung (AAS) verlinkt, weil aus einem Text von einer Seite zitiert wird, die zu der Stiftung gehört.
Dann gibt es eine halbe Seite Begründung, warum sich das nicht gehört.
Genauso liefen die ‚Diskussionen‘ bereits vor ein paar Jahren auf Tueinfo ab.
‚Kritisiert‘ wurde, weil jemand mal vor Jahren das oder jenes gesagt hat, was vielleicht tatsächlich problematisch war. Kann ja sein.
Trotzdem symptomatisch für den Zustand der Linken oder Teilen davon: Es geht geht gar nicht mehr um Inhalte, sondern eher darum wer etwas etwas sagt.
Und zwar nicht um Rechte die zitiert wurden, das wäre ja eine sinnvolle Kritik. Es geht stattdessen um einen Text von einem linken Autoren, der zu einer Stiftung gezählt wird, deren ehemalige Vorsitzende vor fünf Jahren etwas Kritisierbares gemacht hat.
Um den Inhalt des Textes oder des Zitates geht es aber nicht.
Zumal sich vielleicht herum gesprochen hat dass die Stiftung hart von rechts attackiert wird, bis hin zu den rechtsterroristischen Plänen von Franco A. Das macht sie zwar nicht unkritisierbar, aber möglicherweise verdient sie kritische Solidarität.
Statt über eine sinnvolle Vorbereitung auf die Krisen zu sprechen, wird mal wieder nur herumgenörgelt.
Die Stiftung ist bei aller Kritik auch nicht anti-links. Wer ein wenig ihren output und die für sie tätigen Leute kennt, die/der weiß das. Sie ist antirassistisch, antiantisemitisch und dezidiert links. Allerdings mit bedenklichen Anleihen an die Extremismus-Theorie.
Vielleicht reden wir mal lieber über die Sache anstatt über die Verpackungen?