Re: Diskussion: Nostalgie-Flashback auf Tueinfo

„So einfach geht das“ – Ein Zitat und ein Text, welche(s)(r) auf ein klassisch manichäisches Weltbild hindeutet. Es gibt nur „gute Linke“ und „schlechte Linke“, es gibt nur das Eine oder das Andere, es gibt nur Gut oder Böse. Wie soll es eine Linke mit solchen Annahmen schaffen, gesamtgesellschaftlich zu wirken? Wie soll es eine Linke damit hinbekommen, der Komplexität der Verhältnisse gerecht zu werden? Wie soll eine Linke mit solchen Abgrenzungsmechanismen dahingehend erfolgreich sein, breite Massen zu mobilisieren?

Außerdem: Coronaproteste „Sozialproteste“ zu nennen („wieder mit einstimmen […], wenn sie gegen Sozialproteste demonstrieren“), finde ich etwas wild, sind diese nicht doch eher ein Ausdruck neoliberaler Verhältnisse und damit indirekt des Klassenkampfs von oben.

Aber wie bereits im anderen Kommentar zu diesem Thema geschrieben wurde: „Es geht geht gar nicht mehr um Inhalte, sondern eher darum wer etwas sagt.“ Deshalb, lasst uns als Linke in Tübingen die Initiative gegen die Preissteigerungen unterstützen, immerhin finden sich endlich mal Leute die dagegen arbeiten wollen, statt nur auf Tueinfo rumzumeckern. Vielleicht schaffen sie es mit dem Thema mal, endlich mehr als die üblichen 100 Leute auf Demos zu mobilisieren und damit in die Gesellschaft hinein zu wirken.